Im aargauischen Birr wird mit der grossen Schaufel angerichtet: Pro Jahr baut das Kies- und Betonwerk der Kibag AG rund 230 000 Tonnen Kies ab. 2018 modernisierte das Unternehmen die Verladestation und setzte dabei auf Produkte von Siemens und Dienstleistungen der Louis Stuber AG.
Werksmodernisierung durch Automatisierung
Durch eine Modernisierung sollte die seit Jahren stillgelegte Verladestation wieder in Betrieb genommen und damit der Automatisierungsgrad des Werks massiv erhöht werden. Ziel war es durch den Einsatz von Sensoren und zeitgemässen Steuerungen Fehlerquellen zu reduzieren und Abläufe zu automatisieren. Für den Materialabzug, also für das Verladen auf Lastwagen und Bahn sowie für die Beschickung des Betonwerks, entwickelte die Louis Stuber AG eine neue Elektronik. Das Unternehmen aus Kirchberg bei Bern integrierte drei neue Schaltschränke und bestückte diese vollständig mit Komponenten von Siemens – von der fehlersicheren Steuerung über Motorschutzschalter und Schützen bis zu Frequenzumformern und Sanftstartern. Durch die Sanftstarter fahren die Maschinen beim Start ruckfrei an. Dies verhindert Schäden an den Antriebseinheiten durch übermässige Schläge und dämpft die Spannungsspitzen im Netz.
Langjährige Erfahrung mit Siemens-Produkten
Die Louis Stuber AG arbeitet seit über 30 Jahren mit Produkten von Siemens. Mit kompakten ET200SP Peripheriemodulen konnte die neue Steuerung in die bestehenden Schaltschränke integriert werden. Im Kieswerk übernahmen die Techniker alle mechanischen Komponenten und die acht Schaltschränke. Sie installierten eine neue S7-1500 Steuerung und neue Peripheriemodule und verdrahteten die Schaltschränke neu. Dabei galt es, die vom Auftraggeber festgelegten Anlagecodes und die vorgegebene Netzwerkstruktur zu berücksichtigen. Gefordert waren in diesem Projekt auch die Softwareentwickler. Denn ein Auftrag, wird mit den dazugehörigen Kundendaten erfasst und die Ausführung protokolliert. Lieferschein und Rechnung werden automatisch generiert. Die Louis Stuber AG entwickelte die Schnittstelle, damit das betriebseigene System der Kibag mit der Software von Siemens kommunizieren und auf kommerzielle, betriebliche und technische Daten zurückgreifen kann. Die neue Visualisierung auf den Bedienelementen basiert auf dem SCADAVisualisierungssystem WinCC Professional von Siemens.
Gute Planung ist die halbe Miete
Jeder Tag, an dem ein Werk stillsteht, bedeutet grosse finanzielle Einbussen für den Betreiber. Umso wichtiger war die gründliche Vorbereitung des Umbaus. Da es sich um eine bestehende Anlage handelte und die Maschinen nicht ersetzt wurden, konnte der Betrieb im Vorfeld mit der Testumgebung Simatic S7 PLCSIM simuliert werden, dazu Projektleiter Lukas Buri von Louis Stuber AG: «Die Abteilung Betriebstechnik der Kibag hatte ihr eigenes Dispositionssytem bestens für die Integration vorbereitet. Und die Simulation gab uns die Gewissheit, dass die Systeme wie gewünscht zusammenspielen. So konnten wir die eng terminierte Inbetriebnahme in Angriff nehmen.» Die Zusammenarbeit mit den Projektleitern des Auftraggebers und dem Personal vor Ort verlief reibungslos. Dem sechsköpfigen Team gelang es sogar, die geplante Zeit für die Umbauarbeiten zu unterbieten; nach zwei Wochen konnte das Kieswerk seinen Betrieb wieder aufnehmen. Lukas Bachmann, Projektleiter Steuerungen bei Kibag, lobt die Zuverlässigkeit des Integrators: «Nur dank der hohen Terminverbindlichkeit konnten wir den sportlichen Zeitplan einhalten. Auch die Wünsche des Bedienpersonals während der Inbetriebnahme wurden effizient und ohne Umstände umgesetzt.»
«Nur dank der hohen Terminverbindlichkeit der Louis Stuber AG konnten wir den sportlichen Zeitplan einhalten.»
Lukas Bachmann, Projektleiter Steuerungen Kibag AG
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